| Montag, 5 Mai 2008 | ||
Heute waren wir kurz im Internetcafe, und haben über den Zyklon in Burma gelesen, der so ein fürchterliches Ausmaß gehabt haben soll, dass wir unsere Erfahrung hier wieder in ein normales Verhältnis bekommen haben. Aber heute ist die Sonne endlich wieder raus gekommen, und alles trocknet wieder sehr schnell – sogar Purzelchen sah heute früh deprimiert aus – heute Nachmittag turnte sie wieder vergnügt mit ihren Eltern und wollte sogar unbedingt mit uns durch die Weide turnen, aber der Modder war so tief, Stiefelchen für Purzelchen haben wir noch nicht, also mussten wie sie immer wieder zurücktragen, bis sie aufgegeben hat. In der Weide wächst Brunnenkresse und ich wollte Stauden rausholen und einpflanzen. Dabei haben wir wieder sehr schöne Ecken entdeckt, eine Ecke die Perfekt wäre für einen „richtigen“ Steingarten, wo sehr große Steinplatten liegen – es gibt soooo viele schöne Ecken, aber wir werden es kaum alleine schaffen – und vier Hände schaffen eben nur so viel am Tag. Jetzt sind wir schon einen Monat hier, oder erst, und wir freuen uns immer wenn wir aus der „Stadt“ (Ca: 30.000 Einwohner) wieder auf unser Grundstück auf dem Lande sind. Heute haben wir auf dem Weg einen riesigen Kakibaum gesehen, wo sich sehr, sehr große Vögel drin tummelten. Leider habe ich es nicht geschafft ein gutes Bild von ihnen aufzunehmen, da man nicht nahe genug rankommen kann ohne die Vögel zu verscheuchen, aber vielleicht könnt Ihr eine Idee von der Größe der Vögel haben – irgendwie erinnern sie mich an Fasane. Einer hockt links oben.
Während des Sturmes und Regen ist Gyps vor zwei oder drei Tagen auf das Dach des Anbaus geklettert, mit einer improvisierten Leiter aus einem Brett und Querbrettern, und hat alte Planen dort oben ausgebreitet und sie mit Dachziegeln befestigt. Jetzt warten wir, dass alles etwas austrocknet, um ein richtiges Dach zu errichten. Also, wenn ihr uns besuchen kommt haben wir schon ein trockenes Zimmer mit Bett!!! Es gibt schon viele Widrigkeiten am Anfang, aber das ist ja immer so – da müssen wir durch, und es macht alles auch realistischer, denn so einen massiven Wandel kann man nicht durchziehen ohne dass Probleme auftauchen – nur auf die Kälte könnten wir alle vier verzichten!! Zum Glück ist Gyps eher der Pragmatiker, der die Dinge so akzeptiert wie sie sind.
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