| Dienstag, 3 Juni 2008 | ||
| Heute vor zwei Monaten sind wir los geflogen, so viele Emotionen und Ängste sind mit uns ins Flugzeug gestiegen, und so viele Ängste haben wir hinter uns gelassen. Ich sitze hier mitten in der „Pampa“ und höre Sarah Brightman Klassik singen, und dann überkommt einen schon so eine Wehmut, das wird man nicht mehr live in einem großen Konzerthaus hören, aber, wie oft war man denn sowieso in den letzten Jahren in so einem Konzert, und, dafür kann ich diese auf volle Pulle auf unserer Anlage anmachen und über die Berge schallen lassen, ohne dass je ein Nachbar an die Tür klopfen wird!!! Aber schöne Musik bringt bei mir eben immer hervor „das möchte ich mit all den Menschen teilen die ich liebe oder die mir etwas bedeuten“ und viele davon sind jetzt eben weit weg. Und das ist weiterhin das Einzige was mir fehlt, meine Tochter und meine Freunde. Es fehlt mir, dass ich einfach das Telefon abheben kann um mit Euch zu sprechen, zu wissen wie es Euch geht, was so alles bei Euch passiert!!! Es ist soooooooooooooooo viel passiert, seitdem ich zum letzen Mal geschrieben habe, aber die Tage sind hier einfach viel, viel zu kurz!!!!! Claudir hatte den Brunnen angeblich vor 10 Tagen fertig gehabt, ein paar Tage danach regnete es wieder wie aus Kübeln, und wieder die Braune Brühe im Tank!!! Dabei war es wirklich einmalig die Entstehung des Brunnens auf unserer Quelle zu sehen, von wie dieses glasklare Wässerchen aus einem Sprung in einem Stein spudelt, bis hin zum Aufbau des Brunnens, alles. Nur, dass unser lieber Claudir wohl eine kleine Schnapsdrossel ist, wenn er nüchtern ist er unschlagbar, wenn er trinkt unbrauchbar. Jetzt haben wir ihn endlich wieder dazu bekommen morgen zu kommen und die Quelle endlich fertig zu stellen. Er hat wohl vergessen die Naturkohle einzubauen, der Filter also, und ganz nebenbei muss Gyps den Wasserschlauch immer ansaugen, damit wir den Tank füllen können. Also soll er morgen nun alles wieder aufmachen. |
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Die Quelle beim Ausbuddeln, deshalb natürlich dreckig, aber das Wasser sprudelt sofort wieder. |
Der Meister beim Werk! Drückt mal die Daumen, dass es morgen klappt und dass er nicht in einer Kneipe hängen bleibt wie der Dreck an unserem Wasser. |
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| Am 21. hatten wir eine tolle Überraschung: Der Zollbeamte hat wohl mit meiner Aktion meinen Pass zu schicken nicht gerechnet und gab unseren Umzug unbeanstandet frei. Einige Tage davor sprach ich mit meiner Freundin Vera – die erzählte mir, dass der deutsche Konsul in Sao Paulo wohl schon seit Monaten auf seinen Umzug wartet und in seiner Wohnung genau so lange so etwas wie ein Zeltlager aufgeschlagen hat. Also hatten wir doch noch viel Glück, und Cintia, eine reizende junge Frau, die den Kontakt schon in Deutschland mit mir hatte und alles arrangierte, schaffte es dann auch noch, dass man uns aus Rio Grande, also sehr, sehr weit, alles noch am Freitag, den 23. lieferte, obwohl der 22. ein Feiertag war – und normalerweise passiert hier in Brasilien nie etwas an einem Brückentag. Sie will mich kennen lernen und kommt wohl mit ihrem Freund per Motorrad aus Sapiranga, in der Nähe von Novo Hamburgo, und bringt mir dann auch meinen Pass wieder, aber er fehlt mir ja nicht!! Außerdem sind nur zwei Teller, und eine Schale die wir nicht richtig verpackt hatten zerbrochen, und NICHTS ist geklaut worden. Kann abe auch heißen, dass unsere Dinge nicht „klauenswert“ waren. |
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| Es war wie Weihnachten für Gyps und mich, und wir haben uns irre gefreut über einfache Dinge, wie wieder in der eigenen Bettwäsche zu schlafen, die eigenen Decken zu haben, Wiedersehen zu feiern mit „long lost friends“ – Ich bin sehr froh, dass Gyps all die „sachlichen“ Dinge wie Schraubenzieher, Bohrer, etc. eingepackt hat, obwohl ich beim Einpacken immer nörgelte „warum denn das?“ und er freut sich, glaube ich, dass ich hier und da einige Dinge eingepackt habe die die Wohnung doch etwas gemütlicher machen. Und immer wieder erinnern uns Dinge an Euch, die wunderschöne italienische Schale von Svenja, die große Holzschale von Margrit, Fraukes „blaue Grotte“ Bild, Rudis „Meditierende Katze“, Petras kompletter „Medizin- und Erste Hilfe Kasten“, Dietes Samen, etc. etc. etc. – also, ihr seid schon alle hier!!!! Und unsere Musikanlage, damit ich mal Sarah Brightman über die Berge schallen lassen kann, und Gyps mal sein Rammstein genauso hören kann!! Gyps war schon immer ein sehr versierter Mensch, aber hier lernt er noch dazu sehr zu improvisieren, denn es gibt eben Bauhaus, Aldi, Drospa und co nicht um die Ecke. | ||
| Wir sehen wie schnell die Zeit vergeht, wenn unsere Babyküken, die noch ganz flauschig waren, als wir ankamen, jetzt wie kleine Raptoren aussehen, und wie angekündigt, viele davon werden Nackthälse. Gyps sieht sie immer an und mein sie erinnern ihn an die Raptoren aus Jurrasic Park und ich muss ich Recht geben. | ||
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| Purzelchen auf dem Schoß, Mama und Papa davor und eine Gockelfamilie. Purzelchen schläft jetzt wenn es zu kalt wird bei uns auf dem Bett oder sogar unter der Decke, zum chagrin von meinen beiden etwas älteren Herren, die schon mehr Ruhe haben wollen und mit einem konstant herumtollenden kleinen Kätzchen gar nichts anfangen können, und trotzdem hat sie es geschafft ins Haus zu dürfen. Und wenn das Wetter wieder gut ist, dann schläft sie bei ihren Eltern, damit das Trio Infernale auch komplett bleibt. | ||
Gestern waren wir gerade im Garten als wir merkten dass aus dem Orangenbaum über uns immer Stücke am runter fallen waren. Als wir hoch schauten sahen wir mindestens 5 grüne Papageien beim Orangenfressen, aber sie ließen sich nicht dabei stören, obwohl wir sie knipsten und redeten. Das ist eines der schönsten Dinge hier – die Vögel die man jeden Tag in der freien Natur beobachten kann. Sie waren so gut getarnt, obwohl ich die Bilder aufgenommen habe, ich musste sie auch suchen! Das grün der Blätter ist genau wie ihre Federn, nur einer, der Aufpasser, der hatte eine rote Haube auf dem Kopf. Jeden Tag entdecken wir neue Dinge und freuen uns, daran Teil haben zu dürfen. |
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Sonntag haben wir einen Ausflug in die Linha Brasil gemacht, die benachbarte Linha, so etwas wie eine parallele Strasse zu der unsrigen. Bei uns gibt es auf der ganzen Strecke ca. 7 Grundstücke, wobei eines eine ganze Reihe und Generationen derselben Familie als Besitzer hat, die Familie Thiele, die wohl schon seit über 150 Jahren hier leben, denn man fährt an einen kleinen Familienfriedhof vorbei, wo nur Thieles liegen. Vor ein paar Tagen haben wir angehalten, als wir einen Herrn sahen, mit dem wir uns schon seit Wochen immer freundlich beim Vorbeifahren gegrüßt hatten. Es war Romeo Thiele, der schon meinte er sei einmal beinah bis hier her gelaufen, habe aber dann nicht den Mut gehabt vorbei zu schauen. Sofort meinte er ob wir uns Clementinen pflücken wollten – leider hatten wir keinen Beutel dabei, denn die Bäume auf seinem Grundstück hängen voll von den schönsten Früchten die man sich wünschen kann – sie heißen hier Poncan und sind sehr groß, saftig und süß – Gyps hat eine handvoll gepflückt – auch wollte er uns gleich Süßkartoffeln und Cassava mitgeben – was wir beides aber schon so viel geschenkt bekommen haben, wir können sie erst mal nicht mehr sehen, vor allem da Dona Anita immer mit genau diesen beiden Wurzeln hier antanzt wenn sie etwas will. |
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Er fragte uns was wir denn so machen werden, und als ich meinte dass wir die Felder im ersten Jahr wohl noch verpachten wollen, da meinte er „darüber können wir gerne reden“. Hier wird auch jedes noch so kleine, so steile und mit Steinen so übersäte Stückchen Land bepflanzt. Man kann sich vorstellen wie die ersten Generationen hier nach ein paar Jahren alle kaputte Rücken hatten. In meinem Geburtsstaat Paraná kann man super leicht ein Loch in die Erde buddeln. Hier ein Schippe Erde, drei Steine, wieder etwas erde, dann ein riesiger Stein, und wenn man endlich das Loc gebuddelt hat, hat man schon wieder vergessen was man pflanzen wollte. Wir wollten Palmen auf beiden Seiten der ganzen Einfahrt pflanzen - jetzt denken wir eine Seite reicht!! Man muss ja nicht nur das Loch zum Pflanzen buddeln, man muss ja auch die Stecklinge ausbuddeln. |
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Zurück zu unserm Romeo: er war super nett, und sein Cousin kam auch gleich mit dem Fahrrad vorbei, und wir bekamen auch sofort Telefonnummern, was hier schon recht wichtig ist, denn man ist schon recht abgelegen. Das ist mit heute klar geworden, da ich eine weiße Ohnmacht hatte (Gyps musste mir erst mal erklären was das ist, er hat ja Erfahrung darin, nur macht er es viel effektiver, mitten über dem Atlantik!!), weil ich mich entweder übernommen hatte, oder weil ich meine Medikamente gegen hohen Blutdruck doch etwas schnell abgesetzt habe, oder die Wirkungen von einem unidentifizierten Stich, der seit über 5 Wochen nicht abheilen will – Gyps war auf dem Dach, ich konnte nur sagen „Ich kippe um“ und das war’s. Der arme Gyps ist beinahe vom Dach gesprungen. Es war halb so schlimm, aber da wird einem schon klar, man ist sehr weit weg von der Stadt. |
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| Aber ich bin vom Thema abgekommen. Also fuhren wir die Linha Brasil entlang, sahen uns die verschiedenen Grundstücke an – und kamen dem Monte Malakoff (muss mal sehen ob er sich so schreibt!) immer näher, den man von unserem Grundstück aus sieht. Wir sind von zu Hause bei eisigen 10 oder so Grad abgefahren, und eine viertel Stunde später stieg das Autothermometer immer und immer höher. Wir kamen diesen Berg immer näher, und, da wir die Informationen zu wie wir weiterkämen falsch interpretiert haben, sind wir einmal um Monte Malakoff gefahren - ich musste immer wieder an den Grand Canyon denken und an die in Stein gehauenen Bilder der amerikanischen Präsidenten– und wieder, kein Bild kann die wirkliche Schönheit und Größe dieses Berges wiedergeben. Man begegnet kaum einer Seele, sieht hier und da mal Häuser von Bauern (alle deutscher Herkunft), Obstgärten, Felder, manchmal auch den Fluß Caí zwischen den Bäumen durchscheinen, und immer wieder diese gewaltigen Felswände, die über einem ragen. Es wäre das perfekte Szenario um Gypses Idee umzusetzen: Touristen mit Quads durch die Gegend fahren zu lassen. | ||
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| Man fährt genau am Berg vorbei, und wir konnten uns den gewaltigen Temperaturanstieg auf fast 28 Grad nur damit erklären, dass diese enormen Felsblöcke Hitze speichern und ausstrahlen, genau so wie unser Stein den wir immer ins Bett packen um warm zu werden – unser Stein im „B®ett“. | ||
Vor vielen Tagen hatten wir beobachtet, dass ganz klitze kleine Bienen versuchten unter die Plane zu kommen, die Gyps während des Zyklons aufs Dach gelegt hatte. Gestern wollte er jetzt eine saubere, frisch gekaufte Plane auslegen. Ich meinte „schau Mal erst, ob die Bienen da sind“. Und sie waren dabei eine winzige Wabe zu bauen. Also hat Gyps heute früh einen genau so kleinen Bienenkorb gebaut und hat sie dort rein getan und jetzt hoffen wir, dass sie sich wohl fühlen in ihrem neuen zu Hause. Der Honig von diesen wilden Waldbienen soll besonders gut sein. Wie diese kleinen, schwarzen Bienen genug Honig zusammen kriegen sollen ist mir unbegreiflich – sie sind wirklich winzig. Gyps hat die „ganze“ (cm. große) Wabe in den Kasten verfrachtet und wir hoffen sie bleiben bei uns. Der Vorbesitzer von diesem Grundstück hatte zwei Schwärme, die er vor einigen Wochen abholte – sie waren sein ganzer Stolz. Heute haben wir auch gesehen, dass er vier Löcher aus der Wand vom Waschhaus gerissen hat, als er sie rausholte – passt in das Bild was er uns immer wieder vermittelt hat – warum sollte er uns das sagen oder noch weniger, warum sollte er es reparieren, obwohl wir schon lange hier waren, als er endlich seine Bienen abholte. |
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Vor drei Tagen ist Gyps so der Kragen geplatzt, dass er Dona Anita samt Tochter und Oma so angebrüllt hat, dass diese das Grundstück mit der Drohung verließen sie würden nie wieder kommen. Wir hoffen sehr es war ein Versprechen und keine Drohung. Aber da Dona Anita nach zwei Monaten nach wiederholter Abmahnung einfach in einen Teil des Hauses ging und sich etwas raus nahm, ohne zu fragen, da ist und beiden der Kragen geplatzt, vor allem weil sie uns auf Bergen und Bergen Müll haben sitzen lassen, alles was auch nur benutzbar war mitgenommen haben oder eben jetzt noch unter der Bluse verstecken anstatt mit uns zu reden, und uns mit der Quelle und dem Dach angelogen haben; wir haben immer wieder versuchten friedlich auseinander zu gehen, diesmal hat es uns gereicht. |
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| Leider kann ich nicht so viele Bilder schicken, im Internetcafe schafft der PC nicht so lange Dokumente hoch zu laden, und Ihr würdet ewig dieselben runterladen, aber vielleicht brenne ich Euch mal eine CD mit den Bildern, ich könnte von jedem Sonnenauf- und Untergang zig Bilder aufnehmen. Ich habe Gyps oft gesagt, die Landschaft erinnert mich an die Paramount Aufnahmen vom „Die Zehn Gebote“ – monumental, man kann gar nicht glauben, dass man wirklich mitten in dieser Natur lebt, und kein Photo kann die Schönheit wirklich wiedergeben. | ||
Sonnenaufgang |
Sonnenuntergang |
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Und wenn es kracht, dann kracht es auch richtig, wenn es regnet, dann gießt es, und heute war schon wieder ein Zyklon Extra-tropical in diesem Staat und in Santa Catarina– zum Glück hat er diese Gegend verschont. Und so verbringen wir unsere Tage mit tausend kleinen und großen Dingen, wir ackern wie blöde, aber wir wissen, es wird mal wunderschön werden. Gestern haben wir zwei Setzlinge von riesen Palmen am Eingang von dem Grundstück gepflanzt, sie sollen mal die Einfahrt schmücken. Die ersten Bohnen, die ich als Experiment ausgesät habe als wir ca. 2 Wochen hier waren, die blühen, und wenn uns der Frost noch 2 Wochen verschont, vielleicht ernten wir doch noch einige. Der auch selbst ausgesäte Salat (das kann man hier im Winter pflanzen) ist schon in den Gemüsegarten verpflanzt worden, und in ca. 3 Wochen sind Rote Beete und Blumenkohl auch groß genug um die dort hin verfrachtet zu werden. Wir wollen so wenig wie möglich Obst und Gemüse kaufen – hier wird alles sehr stark gesprüht. Wenn wir in die Stadt fahren, kommen wir an einem Grundstück vorbei auf dem Tomaten, Paprika, Salat, Kohl, etc. angepflanzt wir - jedes Mal sehen wir dass pulverisiert wird wenn wir vorbei fahren. |
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Wir frieren weiterhin sehr – diese Temperaturen ohne Heizung sind schon schwer zu ertragen. Das Gute ist, wie in der Wüste, wird es am Tag oft doch recht warm, man hat die Illusion das war’s, bis die Sonne untergeht, was hier schon um 18 Uhr ist. Das beste Barometer, ob es wieder sehr kalt wird, ist ob Purzelchen abends ins Haus kommt. |
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Zum 1. Mai hatte ich mal geschrieben, dass Gyps alleine unterhalb unseres Grundstücks im Urwald unterwegs war. Ein paar Wochen später sind wir einen Teil des Weges zusammen gegangen, und jetzt weiß ich, warum er so begeistert war – es ist dort unglaublich schön, wie ein verwunschenes Land, mit Gestrüpp und Gesteinen von gewaltigen Formationen - Da wollen wir mal mit einer Gruppe hin. Ich könnte mal eine Diskette schicken mit vielen Bildern von diesem Ausflug, die muss man größer sehen, um ein wirkliches Gefühl für die Gewaltigkeit dieser Landschaft zu bekommen. Es gibt z.B. riesige Felsformationen, die allerdings alle in „Scheiben“ sind, man könnte also, hätte man das richtige Werkzeug, sich wunderbare Felsplatten dort schlagen. Dieses Land ist wohl viele Male verkauft worden, jedes Mal ohne gesehen worden zu sein, und der letzte Besitzer ist wohl nur bis zum Abhang gegangen und wollte schon nichts mehr davon wissen – es ist eben Urwald. Den soll eine Frau reingelegt haben, und irgendwann ist es wohl von der Brasilianischen Bank, Banco do Brasil, gepfändet worden. Es ist ja auch nur Wald und Abhang – also denken wir, wir werden es auf immer und ewig allein begehen dürfen – wir finden die Idee toll. |
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